Skandal um die Nachspielzeit !

Kennt der Schiedsrichter die Uhr nicht ?

Sehr zum Missfallen der Gegner und wohl auch des Schiedsrichters hatte eine Heimmannschaft das 1:1 mit Kniffs und Tricks gegen den Tabellenführer über die Runden gerettet: Bei Abstößen wurde die Lage des Balles noch einmal korrigiert, Bälle wurden weit ins Aus getreten, selbst aus dem Mittelfeld wurde das Leder zum eigenen Torwart zurückgespielt (was legal ist) und bei Schüssen, die das eigene Tor verfehlten, gaben sich die Abwehrspieler alle Mühe, das Zurückholen des Balles nicht zu einer konditionellen Belastung werden zu lassen ...

Als der Spielleiter dann nach der 90. Spielminute eine Nachspielzeit von 5 Minuten signalisierte, zeigten beide Mannschaften volles Verständnis. Aber bereits 60 Sekunden später war es mit der Einsicht bei den Abwehrkünstlern vorbei: Nachdem es den Gästen doch noch gelungen war, das 2:1 zu erzielen, wollten sie in den verbleibenden 4 Minuten ihrem Publikum nun Angriffsqualitäten beweisen. Doch dazu kam es nicht. Der Spielleiter beendete das Spiel, weil ihm das Ergebnis offensichtlich zusagte.

  1. Das wird ein Fall für das Sportgericht
  2. Die Uhr des Schiedsrichters ist immer maßgeblich
  3. Der »Betrug« ist regelgerecht

Lösung

Lösung

Richtig ist die Antwort a.

In den Fußballregeln weist der DFB in seinen Anweisungen an die Schiedsrichter ausdrücklich darauf hin, dass sich die Nachspielzeit durch besondere Vorkommnisse (z. B. weitere Spielverzögerung oder Torerfolg) ändern kann. Zudem wird vom Spielleiter verlangt, dass er die Vorteilsbestimmung zu beachten hat.

Die angezeigte Nachspielzeit darf seit 2005 allerdings nicht mehr verkürzt werden.