Alles für die Katz ?

Stürmer erzielt das entscheidende Tor ohne Schienbeinschoner !

Was der Schiedsrichter bisher nicht bemerkt hatte, wussten einige Spieler der Gastmannschaft schon lange: Der Torjäger der Heimmannschaft spielte ohne Schienbeinschoner. Aber beim Stande von 1:1 behielten sie dieses Wissen für sich und glaubten, damit einen »Trumpf« für den »Notfall« in den Händen zu halten.

Eine Minute vor dem Abpfiff des Spiels geschah es dann: Der Goalgetter traf ins Schwarze. Allerdings nutzte er dazu nicht das ungeschützte Bein, sondern er köpfte das Leder wuchtig am Torwart vorbei zum 2:1 ins Netz. Während das Publikum noch jubelte, erblasste der Torschütze: Der gegnerische Mannschaftsführer hatte sich an den Schiedsrichter gewandt, zeigte auf seine ungeschützten Beine und forderte die Annullierung des Treffers.

Der Spielleiter überzeugte sich zunächst von der unvorschriftsmäßigen Ausrüstung des Torschützen, schickte ihn zur Behebung der Mängel vom Platz und zeigte mit ausgestrecktem Arm an, wo das Spiel fortgesetzt werden muss. Er deutete

  1. auf den Torraum, um dort einen Schiedsrichterball auszuführen,
  2. zum Mittelkreis, weil das Tor trotzdem anerkannt wird,
  3. auf die Stelle im Strafraum, von der aus das Leder ins Tor geköpft wurde, um dort einen indirekten Freistoß zu verhängen.

Lösung

Lösung

Richtig ist b.

Entdeckt der Schiedsrichter Mängel an der Ausrüstung eines Spielers, so darf er das Spiel deshalb nicht abpfeifen. Erst in der nächsten Spielunterbrechung müssen die Mängel behoben werden. Der Torschütze hat also Glück: Das Tor muss anerkannt werden.

Eine persönliche Strafe (Verwarnung) sehen die Fußballregeln übrigens nicht vor, wenn die Ausrüstung nicht bzw. nicht mehr den Vorschriften entspricht.