Ein Fehler des Torwarts und ein Regelverstoß des Schiedsrichters

Zwei indirekte Freistöße verhängte der Schiedsrichter in einem Spiel gegen den Torwart, einmal zu Recht, einmal irrte der Spielleiter.

Entdecken Sie den Fehler des Referees?

a) Der Torwart hat den Ball sicher gefangen. Er wirft das Leder zu einem Mitspieler, der im Strafraum am 11m-Punkt steht. Weil der Abwehrspieler einen Gegner hinter sich vermutet, köpft er den Ball in die Arme des Torwarts zurück.

b) Der Torwart hat eine Flanke vor das Tor abgefangen. Während er nach einem freistehenden Mitspieler Ausschau hält, rutscht ihm die nasse Pille versehentlich aus den Händen. Er nimmt den Ball auf und tritt ihn ins Mittelfeld.

In einem Fall durfte der Schiedsrichter das Spiel nicht unterbrechen ...

Lösung

Lösung

Im Fall a) beging der Schiedsrichter einen Regelverstoß:

Wenn ein Mitspieler des Torhüters den ihm zugeworfenen Ball z. B. mit dem Kopf oder auch dem Schienbein (nicht aber mit dem Fuß !) zum Torwart zurückspielt, so darf der Torwart den Ball in die Hände nehmen, auch wenn das Leder den Strafraum vorher nicht verlassen hatte. Diese Regelung gilt seit der Neufassung der Fußballregeln durch die FIFA vor einigen Jahren. Der DFB hat diese neue Regelauslegung peu à peu nachvollzogen.


Im Fall b) mußte der Schiri einen indirekten Freistoß gegen den Torwart verhängen:

Der Tormann darf das Leder nach einer sicheren Ballkontrolle kein zweites Mal mit der Hand berühren, wenn der Ball gewollt oder ungewollt freigegeben wurde. Das trifft auch zu, wenn der Ball z. B. auf Aufprellen im Schneematsch liegen bleibt.