Regelfragen - Reloaded 2.0

Der folgende Test war ursprünglich ein Test zu den Regeländerungen und zusätzlichen Anweisungen des DFB für die Saison 2002/03. Allerdings war er aufgrund nachfolgender Regeländerungen in seiner ursprünglichen Form nicht mehr verwendbar. Daher wurde der Test an diese Änderungen angepaßt und jetzt ist er unter einer neuen Überschrift als allgemeiner Test zur Überprüfung der Regelkenntnisse wieder ausgesprochen nützlich.

Hinweis: Sie können Ihre Antwort durch einen Mausklick auf die entsprechende Antwortmöglichkeit markieren. Die gewählte Antwort erscheint dann unterstrichen. Falls Sie Ihre Antwort korrigieren möchten, lässt sich die Unterstreichung mittels eines doppelten Mausklicks wieder entfernen.

1. In einer Spielunterbrechung humpelt ein verletzter Spieler vom Spielfeld, um sich behandeln zu lassen. Danach möchte er wieder am Spiel teilnehmen.

  1. Er darf noch während der Spielunterbrechung auf das Spielfeld zurück.
  2. Er darf noch während der Spielunterbrechung auf das Spielfeld zurück, aber der Schiedsrichter muss zustimmen.
  3. Er muss warten, bis das Spiel fortgesetzt wurde.

2. Ein Spieler lässt sich außerhalb des Spielfeldes behandeln. Bei der nächsten Spielunterbrechung ist er wieder fit. Als Abwehrspieler möchte er partout nicht von der Seitenlinie sondern über die Torlinie ins Feld zurück.

  1. Der Schiedsrichter lässt das zu.
  2. Der Schiedsrichter stimmt nur zu, wenn der verletzte Spieler hinter der Torlinie behandelt wurde.
  3. Der Spieler muss über die Seitenlinie ins Spielfeld zurück.

3. Nach einem Torerfolg zieht ein Spieler sein Trikot aus. Auf seinem Unterhemd trägt er eine Werbung für Hühnerfutter.

  1. Den Schiedsrichter interessiert die Werbung nicht.
  2. Der Schiedsrichter verwarnt den Freund des Federviehs.
  3. Der Schiedsrichter muss den Vorfall melden.

4. Beim Strafstoß läuft nach dem Pfiff des Schiedsrichters ein anderer Spieler an als derjenige, der sich als Schütze ausgab.

  1. Na, und ?
  2. Schiedsrichter wartet die Ausführung des Strafstoßes ab, um ggf. die Vorteilsbestimmung anzuwenden.
  3. Der Referee verhindert die Ausführung durch einen energischen Pfiff und verwarnt den betroffenen Spieler.

5. Dem Schiedsrichter wird in der Halbzeitpause die Einwechslung eines Spielers mitgeteilt. Der Schiedsrichter nimmt wahr, dass sich der neue Akteur bereits zu Beginn der Halbzeit auf dem Spielfeld aufwärmt. Bis zum Wiederbeginn hat sich der Trainer die Sache anders überlegt: Der gemeldete Spieler soll vorerst noch auf der Reservebank Platz nehmen.

  1. Für den Schiedsrichter gilt die Auswechslung als vollzogen.
  2. Erst wenn der gemeldete Spieler vor Beginn der 2. Halbzeit das Spielfeld betritt, ist die Auswechslung endgültig.
  3. Bis zum Anstoß zur 2. Spielhälfte kann die Meldung revidiert werden.

6. Ein Stürmer versucht, durch ein absichtliches Handspiel ein Tor zu erzielen. In wie vielen der nachstehenden Fälle ist eine Verwarnung erforderlich? A. Er erreicht den Ball nicht, täuscht aber mit seinem Verhalten den Gegner. B. Er lenkt den Ball ins Tor C. Er faustet das Leder über das Tor.

  1. In einem.
  2. In zwei.
  3. In drei.

7. In Zweikämpfen werden die Gegner mit übertriebener Härte von hinten, von der Seite und von vorn angegriffen und damit die Gesundheit des Gegners gefährdet. In wie vielen Fällen ist ein Feldverweis erforderlich?

  1. In einem.
  2. In zwei.
  3. In drei.

8. In unmittelbarer Nähe des Spielgeschehens schirmt ein Abwehrspieler den Ball ab, damit der Gegner nicht an das Leder kommt. Der Torwart gelangt so ungefährdet in Ballbesitz.

  1. Weiterspielen.
  2. Indirekter Freistoß.
  3. Strafstoß.

9. Damit der Torwart den Ball übernehmen kann, schirmt ein verteidigender Spieler das vor seinen Füßen liegende Leder vor dem Gegner ab. Dabei breitet er beide Arme aus.

  1. Weiterspielen.
  2. Indirekter Freistoß.
  3. Strafstoß.

10. Ein Stürmer hindert den Torwart daran, den Ball abzuwerfen. Während der Schiedsrichter mit dem Pfiff zögert, stößt der Torwart den Gegenspieler um.

  1. Strafstoß.
  2. Indirekter Freistoß.
  3. Schiedsrichterball.

11. Der Torwart hat den Ball unter Kontrolle. Ein Spieler versucht trotzdem noch, den Ball zu treten/köpfen.

  1. Erlaubt, sofern der Ball gespielt wird.
  2. Indirekter Freistoß.
  3. Direkter Freistoß.

12. Ein verletzter Spieler weigert sich, sich von den vom Schiedsrichter herbeigerufenen Betreuern vom Spielfeld bringen zu lassen.

  1. Der Schiedsrichter verwarnt den verletzten Spieler.
  2. Der Schiedsrichter lässt ausnahmsweise eine Behandlung auf dem Feld zu.
  3. Der Schiedsrichter lässt weiterspielen.

13. Torwart und Angreifer stoßen zusammen und verletzten sich beide schwer. Welcher von den beiden muss außerhalb des Spielfeldes behandelt werden ?

  1. Nur der Spieler.
  2. Beide Akteure.
  3. Keiner von beiden.

14. Ein Spieler ist mit einer Entscheidung des Spielleiters nicht einverstanden und hält ihn am Hemd fest, um seine Beschwerden vorzutragen.

  1. Energische Ermahnung des Spielers.
  2. Der Protestierende muss auf jeden Fall verwarnt werden.
  3. Der Schiedsrichter hat keine Wahl: er zieht ROT.

15. Ein Spieler wird gefoult und fordert jetzt vom Spielleiter energisch eine persönliche Strafe für seinen Gegenspieler. Wie viele Karten muss der Schiedsrichter auf jeden Fall zücken ?

  1. Keine.
  2. Eine.
  3. Zwei.

16. In wie vielen Fällen sind lt. Rundschreiben des DFB bei Verhinderung der Wiederaufnahme des Spiels Verwarnungen fällig: A. Ausführen des Freistoßes am falschen Ort, damit der Freistoß wiederholt werden muss. B. Angebliches Ausführen eines Einwurfes und plötzliches Überlassen des Einwurfs für einen Mannschaftskollegen. C. Wegschlagen oder Wegtragen des Balles, nachdem der Spielleiter das Spiel unterbrochen hat. D. Absichtliche Spielverzögerung beim Auswechseln.

  1. Vier.
  2. Drei.
  3. Zwei.

17. Nach einer Torerzielung verlässt ein Spieler das Spielfeld und führt dem Publikum vor der Tribüne ein kurzes Tänzchen vor. Wie soll der Schiedsrichter reagieren ?

  1. Der Spieler sieht GELB /ROT und bleibt draußen.
  2. Verwarnung des Jubilars.
  3. Der Schiedsrichter lässt seinen gesunden Menschenverstand walten und zeigt Verständnis für die Freude des Torschützen.

18. Wann soll der Schiedsrichter die Nachspielzeit anzeigen ?

  1. Ca. 2-5 Minuten vor Beendigung einer jeden Halbzeit.
  2. In der letzten Spielminute einer jeden Halbzeit.
  3. Nur in der letzten Spielminute des Spiels.

19. Ein Spieler täuscht ein an ihm begangenes Foulspiel vor. Der Schiedsrichter erkennt die Simulation und lässt deshalb weiterspielen. Im Vorbeigehen ermahnt er den Übeltäter.

  1. Richtiges Verhalten des Schiedsrichters.
  2. Der Schiedsrichter hätte das Spiel sofort unterbrechen müssen, um eine gelbe Karte zu zeigen.
  3. Der Spielleiter muss den Spieler in der nächsten Spielunterbrechung verwarnen.

20. Nach einem Körperkontakt durch den Gegner kommt ein Spieler spektakulär zu Fall. Welches Verhalten empfiehlt der DFB den Spielleitern ?

  1. Den »Schauspieler(?)« grundsätzlich verwarnen.
  2. Die Vorteilsbestimmung anwenden.
  3. Einfach weiterspielen lassen.

Lösung

Lösung

1. c. - Diese neue Bestimmung dient der Vereinheitlichung der Regeln.

2. a. - Auch mit dieser Regelung wird eine Vereinfachung der Regeln angestrebt.

3. c. - Werbung ist nur auf Trikots erlaubt, nicht auf Shorts, Strümpfen und Fußbekleidung. Keine Kontrolle der »Unterwäsche« seitens des Schiedsrichters vor dem Spiel.

4. b. - Der Schiedsrichter muss in diesem Fall abwarten, um eventuell die Vorteilsregel anzuwenden.

5. a. - ... eine »Hin-und-dann-wieder-zurück-Regelung«, meint der Berliner Fußballverband.

6. b. - Die Regel 12 sieht für ein versuchtes Handspiel keine Strafe vor.

7. c. - Der DFB weist darauf hin, dass schwere Fouls mit einen Platzverweis geahndet werden müssen. Ein schweres Foul liegt grundsätzlich vor, wenn der Gegner mit übertriebener Härte und brutalen Mitteln angegriffen wird.

8. a. - Solange der Abwehrspieler den Ball jederzeit selbst spielen kann, darf er den Ball vor dem Gegner abschirmen.

9. c. - Der DFB erinnert daran, dass das Hindern des Gegners durch unerlaubten Einsatz der Hände, Arme, Beine und des Körpers mit einem direkten Freistoß bzw. Strafstoß zu ahnden ist.

10. b. - Der DFB weist noch einmal darauf hin, dass Torleute nicht am Abwurf des Balles gehindert werden dürfen (bedingt einen indirekten Freistoß). Im geschilderten Fall liegen zwei Regelverstöße von verschiedenen Mannschaften nacheinander vor: Das erste Vergehen ist mit einer Spielstrafe zu ahnden. Der Torwart erhält eine persönliche Strafe.

11. b. - Jeder Angriff auf den Ball, den der Torwart in den Händen hat, gilt als gefährliches Spiel und bedingt einen indirekten Freistoß.

12. a. - Die Weigerung des Spielers wird als unsportliches Verhalten bewertet.

13. c. - Die FIFA hat festgelegt, dass die Bestimmungen zum Umgang mit verletzten Spielern in diesem Sonderfall nicht gelten.

14. c. - Wer einen Schiedsrichter stößt oder am Hemd packt, erhält ROT.

15. b. - Der DFB: Fordert ein Spieler für seinen Gegenspieler eine persönliche Strafe, so ist er selbst zu verwarnen. Ob der Referee das Foulspiel für verwarnungswürdig hält, ist ihm selbst überlassen.

16. a. - Der DFB wünscht in allen Fällen, gelbe Karten zu sehen.

17. c. - Es ist den Spielern gestattet, einen Torerfolg zu feiern und dabei das Spielfeld kurzzeitig zu verlassen. Eine Verwarnung gibt es erst dann, wenn die Akteure auf die Zäune klettern oder provokative, spöttische oder ketzerische Gesten machen.

18. b. - Die Weisung des DFB lautet: Die Nachspielzeit zeigt der Schiedsrichter am Ende jeder Spielhälfte in der letzten offiziellen Minute an.

19. c. - Bei der Feststellung der Simulation handelt es sich um eine Tatsachenentscheidung. Der Schiedsrichter kann unter keinen Umständen auf die persönliche Strafe verzichten. Er kann jedoch die Vorteilsbestimmung anwenden.

20. c. - Anweisung des DFB: Liegt kein Foul, aber ein Körperkontakt vor, so lässt der Schiedsrichter das Spiel in der Regel weiter laufen, da hier nicht von Simulation im Sinne der Regelbestimmung gesprochen werden kann.


Beurteilung

0 Fehler: Bundesligaverdächtig.

1-2 Fehler: Beachtliche Leistung. Weiter so !

3-4 Fehler: Auf den Hosenboden setzen und Regeländerungen studieren.

5-6 Fehler: Mindestens 3 Lehrveranstaltungen nacheinander besuchen.

7-8 Fehler: Das Testergebnis geheim halten und üben, üben, üben...

9-10 Fehler: Besser Fußball spielen als Spiele pfeifen.

10 und mehr: »Geoutet«: Sie sind kein Schiedsrichter.