Beim Strafstoß heißt es hingeschaut !

»He, Schiri, guck’ mal ...«

Unter den niedersächsischen Spitzenschiedsrichtern gab es einen Spielleiter, der es nicht nur vortrefflich verstand, die Spielregeln auf dem Platz umzusetzen, er erprobte »in Natura« zudem als gelegentlicher Spieler auch die Regelkenntnisse seiner Schiedsrichterkollegen. Die nachstehende, von ihm selbst überlieferte Geschichte beweist, dass er mehr seinem Kopf und seinem losen Mundwerk vertraute als seinen Füßen!

Besagter Schiedsrichter durfte als Akteur beim Hallenfußball einen Strafstoß ausführen. Seine Erkenntnis: Der Ball ist groß und das Tor ist klein ...

Hier konnte nur eine List weiterhelfen: Nachdem der Schiedsrichter den Ball durch einen Pfiff freigegeben hatte, forderte der Schütze den Spielleiter lauthals auf, die Stellung des Torwarts zu überprüfen: »Guck’ mal, Schiri, wo der Torwart steht!« Während der Torwart, der sich keiner Schuld bewusst war, durch Blicke nach rechts und links und nach unten seine Position ortete, spitzelte der »Spielleiterspieler« das Leder ohne Gegenwehr in die Maschen.

Die Reaktion des Schiedsrichters entsprach übrigens den Erwartungen des Schützen ...

Lösung

Lösung

Bei dem geschilderten Verhalten handelte es sich um eine Unsportlichkeit im Sinne der Regel 12. Der Schiri musste sich als Spaßverderber erweisen. Er ordnete nicht nur die Wiederholung des Strafstoßes an, sondern er hielt dem Kollegen auch noch die gelbe Karte unter die Nase.